Kopfbild_Ostanlage 2 Fahrraddemo
13.08.2009 erstellt von: Jan Fleischhauer


ADFC kritisiert Pläne für Bahnunterführungen

Presse_Tunnel Altenfelssweg

Bei den Planungen für die neue Bahnunterführung an der Ferniestraße drohen der Stadt massive Fehler zu unterlaufen.


In seiner Stellungnahme zum Entwurf des Bebauungsplan kritisiert der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) die vorgesehenen Breiten für die Radfahrer und fehlende Treppen für Fußgänger.
Die Breiten für die geplanten gemeinsamen Geh- und Radwege sind so gering, dass die Stadt diese nach einer Bundesvorgabe nicht einmal für Radfahrer frei geben dürfte.
Dass überhaupt gemeinsame Rad- und Gehwege vorgesehen sind, stößt auf massive Kritik: „Die derzeitigen Planungen verstoßen gegen anerkannte Straßenbaurichtlinien“ so das ADFC Vorstandsmitglied Jan Fleischhauer und verweist auf die vielen Studierenden, die diese
Strecke in Zukunft nutzen werden, wenn sie zwischen den Uni-Standorten Naturwissenschaften und Philosophikum mit dem Rad pendeln. Unverständlich sind die Planungen für den ADFC auch deshalb, weil die Radfahrer mit einer sehr hohen Geschwindigkeit im Tunnel und auf der gesamten Gefällestrecke unterwegs sein werden. Auf einem gemeinsamen Weg mit den Fußgängern könnte es schnell zu Unfällen kommen.

„Dass sich dann Fußgänger über Radfahrer ärgern, wollen wir unbedingt durch getrennte Wege verhindern“, so der ADFC, der auch sonst an die Fußgänger denkt und mindestens zwei zusätzliche Treppen und eine Querungsinsel für die Fußgänger fordert. Dies ist erforderlich, damit diese kurze und sichere Wege erhalten, wenn sie vom Bahnhaltepunkt in den zukünftigen Technologiepark gehen.
Bedauerlicher Weise waren die Ergänzungen zum Bebauungsplan, die die problematischen Details erkennen lassen, nicht wie alle anderen Unterlagen im Internet einzusehen. Ebenso kritisiert der ADFC , dass die neue Fuß- und Radfahrerunterführung am Ohlebergsweg nach den derzeitigen Planungen nicht für Radfahrer geeignet sein wird. Einer Karte im Lärmgutachten ist zu entnehmen, dass die Unterführung an drei Stellen rechtwinklig geführt werden soll. An den hierbei nicht einsehbaren Ecken an der tiefsten Stelle des Bauwerks würde es zwangsläufig zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern kommen. Der ADFC hält es daher für zwingend notwendig, dass diese Planungen nochmals überarbeitet werden.


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