Kopfbild_Ostanlage 2 Fahrraddemo
11.09.2009 erstellt von: Jan Fleischhauer


ADFC begrüßt Radverkehrsentwicklungsplan

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Vollauf begrüßt wird von der Ortsgruppe Gießen des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) der Radverkehrsentwicklungsplan der Stadt Gießen, der sich derzeit in der Offenlegung befindet.


„Jetzt haben wir schwarz auf weiß, wie Gießen den Radverkehr fördern will“, so Hartwig Leuer, Präsident der Ortsgruppe Gießen. „Dies ist ein klares Bekenntnis der Stadt zur Förderung des Radverkehrs und zur Steigerung des Radverkehrsanteils. Wir vom ADFC erwarten, dass die Planvorgaben jetzt auch ernst genommen und Schritt für Schritt umgesetzt werden. Seit der Gründung unserer Ortsgruppe setzten wir uns für Verbesserungen des Radverkehrs in Gießen ein; es ist gut, wenn jetzt ein verbindlicher übergeordneter Plan verabschiedet wird. der die notwendigen Veränderungen benennt und koordiniert.“

Trotz grundsätzlicher Zustimmung zum Plan gibt es beim ADFC aber auch noch Verbesserungs- und Ergänzungswünsche. Deshalb hat die Radfahrervereinigung jetzt im Rahmen des Beteiligungsverfahrens eine umfangreiche Stellungnahme eingereicht. „Wir haben den Plan Punkt für Punkt auf seine Sinnhaftigkeit überprüft“, erklärt Leuer. Ergebnis sind eine Vielzahl von detaillierten Verbesserungsvorschlägen, die sich für die engagierten Alltagsradler des Vereins aus der täglichen Fahrpraxis ergeben. Beispiele hierfür sind:
- weitere Freigabe von Einbahnstraßen
- Überprüfung aller bereits vorhandenen Radverkehrsanlagen nach neuesten rechtlichen und technischen Standards
- insbesondere den Radwegebeziehungen zur Universität wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So hält man beispielsweise die verbesserte Anbindung des Studentendorfs in der Grünberger Straße für erforderlich

An einigen Stellen wünscht man sich allerdings auch einen Verzicht auf Radstreifen. „Wo die Autoverkehrszahlen gering sind, können die Radfahrer im Mischverkehr fahren.“

„Seit der Kommunalwahl 2006“, lobt Leuer, „sind deutliche Verbesserungen in der Radverkehrspolitik in Gießen erkennbar. „Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist jetzt auch Stadtbaurat Rausch offener für den Radverkehr geworden. Viele Detailverbesserungen hat es schon gegeben. Leider dauern die Umsetzungen oft sehr lange. Die Stadt muss noch mehr erkennen, dass die Klimaschutzziele eine klare Förderung des Radverkehrs erforderlich machen. Radverkehr verursacht keine Schadstoffe und keinen Lärm. Einfacher als durch Förderung des Radverkehrs kann man die Lebensqualität in der Stadt nicht verbessern. Deshalb muss der Radverkehrsplan nach der Verabschiedung auch zügig umgesetzt werden“, schließt Leuer.


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