Kopfbild_Ostanlage 2 Fahrraddemo
25.02.2009 erstellt von: Jan Fleischhauer


Fortschritte in der Radverkehrspolitik in Gießen spürbar

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Im Februar hielt die Ortsgruppe Gießen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) seine Jahreshauptversammlung ab.


Turnusgemäß standen die Vorstandswahlen an, bei denen es keine großen Veränderungen gab. Der Vorstand mit Hartwig Leuer als erstem und Bettina Speiser als zweiter Vorsitzender an der Spitze wurde wiedergewählt; als Beisitzer kam Jan Fleischhauer für die verzogene Ina Säfgen hinzu. Ebenfalls wiedergewählt: Gerhard Greilich (Kasse), Tilman Oerter und Dr. Thomas Gottschalk (Beisitzer).
Nach den Wahlen widmete sich die Mitgliederversammlung zwei inhaltlichen Punkten. Zunächst stellte Jens Scheller vom ADFC-Landesvorstand das Projekt "Radforum Rhein-Main" vor, mit dem im Rhein-Main-Gebiet seit 2003 erfolgreich Radverkehrsförderung betrieben wird. Im Radforum arbeiten 78 Kommunen zusammen, um gemeinsam und koordiniert Radwegeplanung, Förderung des Radtourismus und allgemeine Förderung des Radverkehrs zu betreiben. Scheller stellte die einzelnen Aspekte des Projektes und die erzielten Erfolge dar und bat die Gießener Ortsgruppe, darüber nachzudenken, ob dies als Modell für ein ähnliches Projekt in Mittelhessen dienen könne.
Breiten Raum nahm natürlich auch die Situation der Radfahrerinnen und Radfahrer in der Stadt Gießen ein. Vorsitzender Hartwig Leuer schilderte die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, die sich seit 2006 stetig verbessert hat. Insbesondere sei der ADFC jetzt als kompetenter Gesprächs- und Ansprechpartner anerkannt, was sich unter anderem an der Beteiligung am "Runden Tisch Radverkehr" ablesen lasse. Mit der Umweltdezernentin, Bürgermeisterin Weigel-Greilich, und dem Stadtbaurat Rausch habe man eine gute Gesprächsebene gefunden. Mit der Einstellung des Radverkehrsbeauftragten, dem Runden Tisch und der neuen Stellplatzsatzung habe die Stadt ebenso wie mit einer Vielzahl von kleinen Verbesserungs- und Ausbaumaßnahmen Voraussetzungen für die dauerhafte Steigerung des Radverkehrsanteil in Gießen geschaffen. Alle Mitglieder waren sich aber auch einig, dass auf diesen Grundlagen weitere Schritte zu einer konsequenten Förderung des Radverkehrs in Gießen notwendig sind, um das Radfahren in Gießen sicherer zu machen und den Radverkehrsanteil auszubauen, was sowohl ökologisch als auch gesundheitspolitisch notwendig sei.


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