Kopfbild_Ostanlage 2 Fahrraddemo
27.10.2008 erstellt von: Jan Fleischhauer


ADFC-Tipps zum sicheren Radfahren

Fahrradbeleuchtung in der Stadt

Fahrradfahren im Herbst statt Erkältungstee und Fitness-Studio: Wer sich in der kalten Jahreszeit aufs Rad setzt, bringt den Kreislauf in Schwung, stärkt die Abwehrkräfte, baut Stress ab und hat jede Menge Spaß. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat einige Tipps zusammengestellt, damit Radfahrer bei Wind und Wetter sicher unterwegs sind.


Eine nasse Fahrbahn bedeutet erhöhte Rutschgefahr. Vorausschauendes Fahren und genügend Abstand sind wichtig. Also: rechtzeitig das Tempo reduzieren, frühzeitig und maßvoll bremsen! „Wer den Sattel etwas runterschraubt, ist schneller und sicherer mit beiden Füßen auf dem Boden", sagt der Vorsitzende der ADFC-Ortsgruppe Gießen Hartwig Leuer. Autofahrern rät der ADFC gerade im Herbst, ihre Fahrweise auf schlechte Sichtverhältnisse und rutschige Fahrbahnen einzustellen. Sie sollten Radfahrer nur mit ausreichendem Abstand (mindestens 1,5 Meter) überholen, da diese plötzlichen Hindernissen wie Ästen oder Laubbüscheln ausweichen könnten.
Über eine frische Schneedecke kann man ohne Schwierigkeiten radeln. Bei überfrorener Nässe können die Räder dagegen schnell die Haftung verlieren. Deshalb: in Kurven weder treten noch bremsen, auf gerader Bahn vorsichtig bremsen! Auf Glatteis ohne Lenkbewegungen und ohne Bremsen ausrollen, so der ADFC. Wer oft auf glatten Straßen unterwegs ist, kann auf Reifen mit Spikes zurückgreifen, die inzwischen von vielen Herstellern angeboten werden. Übrigens: Wenn der Radweg nicht gestreut oder geräumt ist, entfällt die Benutzungspflicht. Der ADFC empfiehlt, dann auf der Fahrbahn zu fahren.
Das Fahrrad sollte technisch einwandfrei sein. Besonders wichtig sind Bremsen, Bereifung und Beleuchtung. Leuer: „Mit moderner, zuverlässiger Fahrradbeleuchtung ist auch ein morgendlicher Start in der Dämmerung kein Problem." Nabendynamos sind witterungsunabhängig und liefern selbst bei Nässe die volle Energie. Halogen- oder LED-Beleuchtung ist deutlich heller und verfügt zumeist über Standlicht. So ist man beim Anhalten viel besser zu erkennen. Um das Fahrrad vor Nässe, Schmutz und Streusalz zu schützen, müssen alle beweglichen Teile geschmiert werden. Wer nicht selbst Hand anlegen will, lässt eine Fachwerkstatt das Rad fit für den Winter machen. Viele Werkstätten bieten Winter-Checks zu vergünstigten Tarifen an.
Vor dem Fahren ohne ausreichende Beleuchtung warnt die Radfahrer-Organisation ausdrücklich: Die Annahme, auf beleuchteten Straßen würde man auch ohne Licht gesehen, täuscht. Vor allem bei nasser Fahrbahn und den vielen Lichtern in der Stadt, die Verkehrsteilnehmer blenden und ablenken, entgeht ein dunkler Verkehrsteilnehmer leicht der Aufmerksamkeit. Auch auf abseits der Straße geführten Radwegen stellen Radfahrende ohne vorschriftsmäßige Beleuchtung, abgesehen davon, dass sie ordnungswidrig handeln und Hindernisse zu spät erkennen, eine erhebliche Gefahr für entgegenkommende Radler und Fußgänger dar. Das Fahren ohne Licht ist deshalb nicht nur unverantwortlich sondern auch für alle Verkehrsteilnehmende höchst gefährlich.
Ausreichend warm wird man beim Radfahren wie von selbst. Die optimale Bekleidung ist daher dünn und atmungsfähig, wind- und wasserdicht. Je nach Außentemperatur können verschiedene Kleidungsstücke kombiniert werden. Helle Kleidung mit Reflektoren macht Radfahrer in der dunklen Jahreszeit sichtbarer. So ausgestattet kommt man mit dem Rad ideal durch Herbst und Winter, und dem täglichen Radfahrspaß steht nichts mehr im Wege.


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