Kopfbild_Ostanlage 2 Fahrraddemo
03.10.2012 erstellt von: Jan Fleischhauer


Wie fahrradfreundlich ist der Landkreis Gießen?

Radfahrer auf dem neuen Lahndeich

Der ADFC ruft alle Radfahrerinnen und Radfahrer im Landkreis auf, die Radverkehrssituation in ihrem Ort zu beurteilen. Ab sofort können Radfahrer im Internet unter http://www.fahrradklima-test.de ihre Heimatstädte bewerten.


In der annonyme Befragung können die Bürger des Landkreises anhand von 27 Fragen in fünf Kategorien ihre Heimatstädte bewerten. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, einen zusätzlichen Kommentar zur Situation des Radverkehrs vor Ort abzugeben. Gefragt wird dabei unter anderem, wie viel die Kommune in jüngster Zeit für den Radverkehr getan hat, wie sicher sich die Radfahrer fühlen, ob es genug Fahrradabstellanlagen gibt und ob eine ausreichende Radwegweisung besteht.
Aus den einzelnen Fragen können dann Rückschlüsse auf das Fahrrad- und Verkehrsklima, den Stellenwert des Radverkehrs sowie die Sicherheit und den Komfort beim Radfahren gezogen werden.
Ziel der Umfrage ist es, einen Überblick zu gewinnen, wie die Bürger die Verkehrssituation in ihrer Heimat einschätzen. Da die Umfrage bundesweit durchgeführt wird, wird es auch möglich sein, die Ergebnisse mit anderen Städten und Gemeinden zu vergleichen und so zu erkennen, wo die Kommunen bereits führend sind und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Der ADFC-Fahrradklimatest wurde bereits in den Jahren 1998, 2003 und 2005 mit bis zu 26.000 Radfahrern bundesweit durchgeführt. Damals wurde Rüsselsheim auf einer Skala von 1 (gut) bis 6 (schlecht) mit einem Durchschnittswert von 3,05 als fahrradfreundlichste Stadt in Hessen bewertet, auch wenn Rüsselsheim im Gegensatz zur bundesweiten Spitzengruppe (angeführt durch Münster mit 2,05) weit zurücklag. Für den Kreis Gießen gab es damals keine Ergebnisse, da sich zu wenige Personen aus dem Landkreis an der Umfrage beteiligten. „Mit der neuen zusätzlichen Onlinebefragung erhoffen wir uns jedoch, dass eine ausreichende Anzahl von Bewertungen für alle Kommunen des Kreises eingehen“, so der ADFC-Kreisvorsitzende Hartwig Leuer.
Der ADFC ist bezüglich der Ergebnisse sehr gespannt, denn wo im Landkreis die fahrradfreundlichste Kommune liegt, ist ungewiss: „In Gießen wird zwar am meisten Fahrrad gefahren, aber gerade die Städte und Gemeinden im Südkreis haben in den letzten Jahren besonders stark in die Radverkehrsinfrastruktur investiert, so dass wir gespannt sind, welche Stadt am Ende im Landkreis die Spitzenposition einnimmt“, so der ADFC. Dass der Landkreis bundesweit besonders gut abschneiden wird, erwartet der ADFC jedoch nicht, denn es ist offensichtlich, dass in Stadt und Land noch große Anstrengungen nötig sind, um den Radverkehr noch attraktiver zu machen.


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Fahrradklimatest

Die große Umfrageaktion des ADFC zur Fahrradfreundlichkeit im Landkreis Gießen geht in die Verlängerung. Radfahrer können noch bis zum 30. November und damit einen Monat länger als ursprünglich geplant teilnehmen.
Mehr als 500 Personen haben bereits im Oktober unter http://www.fahrradklima-test.de die Fahrradfreundlichkeit im Landkreis Gießen bewertet.


Die Städte Gießen und Grünberg werden dank guter Teilnahmezahlen somit erstmals im bundesweiten Städteranking vertreten sein. „In den übrigen Kommunen sind wir jedoch darauf angewiesen, dass mehr Radfahrer die Verkehrssituation bewerten, um ein repräsentatives Ergebnis zu erreichen“, so ADFC Vorstandsmitglied Jan Fleischhauer, der insbesondere an die Bürger in Biebertal, Buseck, Heuchelheim, Linden und Lich appelliert, sich an der Umfrage zu beteiligen, da dort die Mindestteilnehmerzahl derzeit noch knapp verfehlt wird.
Die Befragung erfolgt anonym im Internet. Um die Antworten dem richtigen Gebiet zuordnen zu können, gibt man lediglich die betreffende Postleitzahl ein. Es ist somit auch möglich, Umlandgemeinden zu bewerten, in denen man nicht wohnt, aber regelmäßig mit dem Rad unterwegs ist.
Die Beantwortung der Fragen dauert maximal 10 Minuten. Gefragt wird dabei unter anderem, wie viel die Kommune in jüngster Zeit für den Radverkehr getan hat, wie sicher sich die Radfahrer fühlen, ob es genug Fahrradabstellanlagen gibt und ob eine ausreichende Radwegweisung besteht. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, einen Kommentar zur Situation des Radverkehrs vor Ort abzugeben.
Aus den einzelnen Fragen können dann Rückschlüsse auf das Fahrrad- und Verkehrsklima, den Stellenwert des Radverkehrs sowie die Sicherheit und den Komfort beim Radfahren gezogen werden.
Ziel ist es, einen Überblick zu gewinnen, wie die Bürger die Verkehrssituation in ihrer Heimat einschätzen. Da die Umfrage bundesweit durchgeführt wird, wird es auch möglich sein, die Ergebnisse mit anderen Städten und Gemeinden zu vergleichen und so zu erkennen, wo eine Gemeinde bereits führend ist und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Bundesweit haben sich in diesem Jahr schon mehr als 50.000 Radfahrer beteiligt. Besonders in der Stadt Gießen ist das Interesse mit mehr als 350 Umfrage-Teilnehmern besonders groß, wie ein Vergleich mit Marburg (bisher 104 Teilnehmer) und Wetzlar (31 Personen) zeigt. „Es wird deutlich, dass sich viele Menschen in Gießen für das Radfahren interessieren und alle Akteure gut beraten sind, auf diese Bedürfnisse einzugehen“, so der ADFC. „Nun kommt es darauf an, dass auch in den Umlandkommunen genug Radfahrer ihre Meinung abgeben.“
Der ADFC-Fahrradklimatest: http://www.fahrradklima-test.de





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