Kopfbild_Ostanlage 2 Fahrraddemo
07.03.2013 18:58erstellt von: Jan Fleischhauer


Radfahrer im Gegenverkehr - ADFC lobt Öffnung der Einbahnstraßen in Annerod

Einbahnstraßenfreigabe Annerod Hinter der Platte

Pünktlich zum anstehenden Frühlingsbeginn hat die Gemeinde Fernwald in den vergangenen Tagen mehrere Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben. Radfahrer können ihre Ziele in Annerod nun noch schneller erreichen.


Nachdem bereits im vergangenen Jahr der Hellenweg in Steinbach für Radfahrer freigegeben wurde, müssen Autofahrer nun auch in den Einbahnstraßen „Hinter der Platte“, „Tulpenweg“ und „Waldstraße“ mit Radverkehr in Gegenrichtung rechnen.
Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Gießen rät den Radfahrern, in diesen Straßen vor allem an Einmündungen und im Bereich von Kurven in nächster Zeit besonders vorsichtig zu fahren, bis Fußgänger und Autofahrer sich auf die neuen Regeln eingestellt haben. Dabei gilt die Regel „rechts vor links“ selbstverständlich auch dann, wenn Radfahrer in Gegenrichtung aus einer Einbahnstraße kommen, so dass Autofahrer speziell an diesen Stellen aufpassen sollten.
Autofahrer müssen sich nun auch am Ende einer Einbahnstraße anders verhalten. Während sie sich bisher zum Linksabbiegen äußerst links einordnen konnten, ist dies nun nicht mehr erlaubt, denn es ist stets mit entgegenkommenden Radfahrern zu rechnen. Hingewiesen werden die Autofahrer auf den neuen Gegenverkehr durch weiße Zusatzschilder mit einem schwarzen Fahrradpiktogramm und zwei schwarzen Pfeilen. Diese Schilder sind zu Beginn der Straßen unter allen blauen Einbahnstraßenschildern angebracht.
Die Gemeinde Fernwald ist gemäß der Straßenverkehrsordnung grundsätzlich zur Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung verpflichtet. Nur wenn besondere Gefahren gegeben sind, darf sie von diesem Grundsatz abweichen. In Tempo-30-Zonen ist daher die Freigabe der Regelfall, denn mit der Neufassung der Straßenverkehrsordnung vor vier Jahren wurden selbst die Mindestbreiten für eine Einbahnstraßenfreigabe gestrichen.
Hintergrund für diese Änderung waren Studien, die ergeben haben, dass durch die Einbahnstraßenfreigabe weniger Unfälle passieren und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer steigt. „Allerdings müssen die Autolenker in diesen Fällen das in Einbahnstraßen oft vernachlässigte Rechtsfahrgebot wieder beachten und gegebenenfalls auch mal die Geschwindigkeit bei Begegnungsverkehr reduzieren“, so der ADFC-Kreisvorsitzende Hartwig Leuer.




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Einbahnstraßenfreigabe Annerod TulpenwegEinbahnstraßenfreigabe Annerod Waldstrasse

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