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13.09.2013 erstellt von: Jan Fleischhauer


ADFC lobt Öffnung der Einbahnstraße Kreuzweg in Lich

Einbahnstrasse Kreuzweg in Lich

Die Stadt Lich hat vor wenigen Tagen die Einbahnstraße Kreuzweg für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben. Radfahrer können somit nicht nur die Volkshochschule direkter erreichen, sondern auch von den Wohngebieten im Westen der Stadt direkt in Richtung Dietrich-Bonhoeffer-Schule fahren.


Die Stadt Lich setzt somit ihre seit Jahren anhaltende Politik fort, den Radverkehr systematisch zu fördern – sei es durch neue Radwege wie nach Eberstadt oder durch die nun nahezu flächendeckende Freigabe der Einbahnstraßen, die schon vor Jahren in der Innenstadt begann. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Gießen begrüßt die neue Maßnahme sehr und rät den Radfahrern, im Kreuzweg in nächster Zeit besonders vorsichtig zu fahren, bis Fußgänger und Autofahrer sich auf die neuen Regeln eingestellt haben.
Autofahrer müssen sich nun am Ende der Einbahnstraße anders verhalten. Während sie sich bisher zum Linksabbiegen in die Straße „Am Wingert“ äußerst links einordnen konnten, ist dies jetzt nicht mehr erlaubt, denn es ist stets mit entgegenkommenden Radfahrern zu rechnen. Hingewiesen werden die Autofahrer auf den neuen Gegenverkehr durch weiße Zusatzschilder mit einem schwarzen Fahrradpiktogramm und zwei schwarzen Pfeilen, die in den nächsten Tagen ergänzt werden. Diese Schilder werden zu Beginn der Straßen unter allen blauen Einbahnstraßenschildern angebracht, wie Thomas Repp von der Stadt Lich mitteilte.
.Die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr ist nach der Neufassung der Straßenverkehrsordnung vor 4 Jahren der Normalfall und für die Kommunen Pflicht. Nur bei besonderen Gefahren, darf davon abgewichen werden. Studien hatten gezeigt, dass durch die Freigabe die Unfallhäufigkeit abnahm. „Allerdings müssen die Autolenker in diesen Fällen das in Einbahnstraßen oft vernachlässigte Rechtsfahrgebot wieder beachten und gegebenenfalls auch mal die Geschwindigkeit bei Begegnungsverkehr reduzieren“, so der ADFC-Kreisvorsitzende Hartwig Leuer.


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