Kopfbild_Ostanlage 2 Fahrraddemo
19.02.2015 erstellt von: Jan Fleischhauer


Mehr Sicherheit durch Tempo 30 auf Rathenaustraße

Rathenaustraße 1

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Gießen (ADFC) begrüßt die Einführung von Tempo 30 auf der Rathenaustraße.


Die neue Verkehrsregelung war vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) angeregt worden, nachdem vermehrt Fußgänger wegen eines fehlenden Gehwegs in Höhe des Klingelbachs auf der Fahrbahn unterwegs sind.
Aus Sicht des ADFC spricht nicht nur der fehlende Gehweg für Tempo 30, sondern auch die vielen Fußgänger und Radfahrer, die in Höhe der „Freien Theologischen Hochschule“ die Rathenaustraße queren. In der Vergangenheit war darüber hinaus immer wieder festzustellen, dass Autofahrer ohne den vorgeschriebenen Abstand von 1,50m Radfahrer auf der Rathenaustraße bei Gegenverkehr überholen. Dies geschah selbst an den Stellen, wo dies durch durchgezogene Mittellinien oder aufgrund des Fußgängerüberwegs grundsätzlich verboten ist. Die Rathenaustraße stellt gemäß Radverkehrsentwicklungsplan eine wichtige Radroute zum Campus Seltersberg dar, die insbesondere von Lehramtsstudierenden, die zwischen diesen beiden Bereichen pendeln, stark genutzt wird. Darüber hinaus hat sich die Anzahl der Studierenden, die vom Bahnhaltepunkt Erdkauter Weg zum Philosophikum pendeln im letzten Jahr verdoppelt, wie Zählungen am Bahnhaltepunkt ergeben haben. „In Gießen sind immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs und vermehrt kommen Pendler mit der Bahn in die Stadt und fahren dann mit dem Rad weiter. Es ist daher sinnvoll, dass die Stadt auf Straßen, wo Radfahrer sich die Flächen mit dem Autoverkehr teilen müssen, Tempo 30 anordnet“, so ADFC-Vorstandsmitglied Jan Fleischhauer. Der ADFC appelliert dafür, dass die Tempo-30-Regelung auf der Rathenaustraße dauerhaft beibehalten wird. Dies passt auch zu den langfristigen Zielen der Justus-Liebig-Universität, die im Zuge des Neubaus der Philosophika in Höhe des bisherigen Zebrastreifens einen Campusplatz erreichten wird. Auf dem Platz sollen dann Autofahrer keine Vorfahrt mehr haben. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer werden dann nach Plänen der Hochschule gleichberechtigt unterwegs sein und müssen aufeinander Rücksicht nehmen, was bei viel Fußverkehr zu Schrittgeschwindigkeit für alle Beteiligten führen wird. Von daher ist es richtig und sinnvoll, bereits im Vorfeld das Tempo auf maximal 30 km/h abzusenken. Der ADFC erhofft sich durch die Maßnahme auch, dass sich der KFZ-Durchgangsverkehr zwischen Licher Straße und Schiffenberger Weg mittelfristig auf den Gießener Ring verlagert, was einen weiteren Sicherheitsgewinn mit sich bringen wird.




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Rathenaustraße 2

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